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Frage Anfänger-Fragen/-Probleme Projekt Eigenbau Goth RG 65

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18 Jul 2020 07:31 #1991 von flor
Hallo Rantanplan
Ja, genau bauen ist im Modellbau, was auch immer, das A+O.

Jede noch so kleine Abweichung in den verschiedenen Baustufen summiert sich mit der nächsten Ungenauigkeit. Es ist besser wenn man jedes einzelne Teil zu 100% vorfertigt, einpasst, nacharbeitet, bis es endlich ohne Spannung an dem Ort sitzt wo es eingeklebt wird.
Der Zeitaufwand ist dabei grösser, aber beim weiter Bauen zahlt sich das immer aus und man ärgert sich nicht selbst darüber, nur weil man im vorigen Bauabschnitt zu bequem war.

Bei den Plankopien auf das Holz leimen nehme ich gerne den Cementit. Den trage ich dann genau am Sägeschnitt (Rückseitig) auf, dann auf das Holz und mit einem Japanspachtel auf das Holz "angerieben", somit löst sich die Kopie beim sägen dort nicht ab.
Weissleim ist dafür denkbar schlecht, weil sich das Papier vollsaugt und beim aufkleben mittels Spachtel, das Papier verzogen wird und dann nicht mehr genau ist.

Dann rate ich noch, wenn Kopien vom Orginalplan erstellt werden, diese zu vergleichen. Über einander legen und ins Licht halten. Nicht jeder Kopierer arbeitet 1:1, kleine korrekturen sind oftmals nötig im % Bereich, bis man die richtige Einstellung gefunden hat.
Wie Du lesen kannst, fängt schon da die Genauigkeit an.

Wünsche noch viel Spass am weiter Bauen.

Gruss flor

Dümpel und studier.
C_2
SUI 73
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18 Jul 2020 20:33 #1992 von Mehari
Bei den Plankopien auf das Holz leimen nehme ich gerne den Cementit. Den trage ich dann genau am Sägeschnitt (Rückseitig) auf, dann auf das Holz und mit einem Japanspachtel auf das Holz "angerieben", somit löst sich die Kopie beim sägen dort nicht ab.
Weissleim ist dafür denkbar schlecht, weil sich das Papier vollsaugt und beim aufkleben mittels Spachtel, das Papier verzogen wird und dann nicht mehr genau ist.

Hoi Rantanplan,
da muss ich eindeutig flor widersprechen, Holz-Holz oder Holz-Papier, wird mit Klimafestem Weissleim verklebt, es gibt nichts besseres. Es entsteht keine Schicht zwischen den Verklebungen, Trocknet bei richtiger Anwendung schnell, ( Planken mit Bügeleisen, 3 Min.) Pinsel und überschüssiger Leim, kann sofort mit Wasser gereinigt werden. Für Papier den Leim auf das Holz auftragen und mit einer Spachtel den Leim wieder abziehen, dann das Papier drauf.
Du kannst ja selber vorher testen, was für dich besser ist.

Liebe Grüsse Roli
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21 Jul 2020 06:27 - 21 Jul 2020 06:58 #1993 von Rantanplan
Hallo Zusammen!

Das Aufkleben der Pläne für die Spanten ist ein gutes Beispiel! Viele Wege führen nach Rom.... Jeder hat seine Vorlieben, was das Vorgehen bei den verschiedenen Arbeitsschritten betrifft. Ihr seid Profis und konntet mit verschiedenen Projekten herausfinden, wie es für Euch am Besten funktioniert. Danke für die Tips!

Für mich steht der nächste Schritt bei meinem Projekt an:

Planken schneiden, anpassen und verkleben

Die Planken schneide ich mit dem Cutter und dem Winkel. Dort wo es möglich ist, leime ich die Planken beim gleichen Schnitt wieder zusammen (gerade Stellen). Perfektion ist hier sehr anspruchsvoll. Gibt es eine "einfachere" Lösung?

Gibt es einen Trick um Aussparungen "abzunehmen" und auf die Planke zu übertragen?

Für die Wölbungen müssen die Kanten der Planken angepasst werden. Ich komme wohl nicht darum herum, mir einen "Scheifstab" zu basteln (irgendein langes Brettchen z.B. 30x5x1cm mit Schleifpapier bekleben). Wie löst Ihr dieses Problem? Ist es möglich schon beim schneiden der Planke den gewünschten Winkel hinzubekommen?

Ist es ratsam bzw. notwendig die Balsa-Planken welche stark gebogen werden zu befeuchten? Oder genügt die "perfekte" Fixierung in der Position.

Bei den Spanten, welche später entfernt werden: Wie gehe ich beim Verleimen am Besten vor, dass diese nicht verkleben?



Ich bekomme gerade einige Zweifel, ob ich es tatsächlich schaffe ein seetaugliches Boot zu bauen.. :0021: Bei diesem Wetter würde ich gerne an einen See und segeln lernen! :013: Ich brauche wohl noch einiges an Geduld!! Wie sieht es mit RC-Sailing im Winter aus? ;-)

Sonnige Grüsse!

Rolf
Rantanplan B)

Motto für die nächste Zeit: Der Weg ist das Ziel! ;-)
Letzte Änderung: 21 Jul 2020 06:58 von Rantanplan.

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30 Jul 2020 09:08 - 30 Jul 2020 09:11 #1995 von Rantanplan
Guten Tag Zusammen

Seit gut 3 Wochen bin ich am Beplanken meiner Goth. :blink: Learning by doing!! Ich denke anders geht es gar nicht! Man muss die Erfahrungen selber sammeln und dann einen Weg finden, welcher persönlich passt. Mit jeder Planke habe ich das Gefühl, es geht etwas besser. Was ich klar unterschätzt habe, ist der Zeitaufwand beim Anpassen der Planken. Nicht selten habe ich fast eine Stunde geschliffen, kontrolliert, geschliffen.... bis ich zufrieden war. Und es kam auch vor, dass mir nach 1 Stunde schleifen eine Spitze abgebrach oder ich zuviel wegschliff.... :unsure:

Ganz entscheidend für das Ausmass des Aufwandes ist die Werkstatt! Wie bin ich eingerichtet? Welche Maschinen stehen mir zur Verfügung? Ich bin mittelmässige für alltägliche Schreinerarbeiten eingerichtet und versuche damit klarzukommen. Heutzutage gibt die tollsten Maschinen für alles; viele würden mir die Arbeit sehr erleichtern bzw. würden ein genaueres arbeiten zulassen.



Was meint Ihr?

Es ist mir etwas peinlich, weil ich weiss, an Eure professionellen Modelle komme ich nie und nimmer heran! Aber hey, ich lerne... ;)

Ich würde heute vieles anders machen! Die Anordnung der Planke zum Beispiel... :whistle:

Ich denke, für das erste Mal kann ich zufrieden sein! Ich bin froh habe ich die 0,5mm "zuviel" (Planke 2,5mm= an korrekten Stellen 0,5 mm zum wegschleifen).

Frage: wenn ich fertig bin und alles geschliffen ist: 1mal Epoxi mit Glasfaser, anschleifen, 2. Mal Epoxi, anschleifen, Lack, anschleifen, Lack.

Wäre das ok bzw. ausreichend?

Ich möchte die Goth schwarz lakieren. Ist schwarz nicht so verbreitet, weil man das Modell im dunklen Seewasser dann nicht so gut sieht? Sollte ich eine andere Farbe wählen?

Danke für Eure Tipps!!

Ich bleib dran!

Sonnige Grüsse
Rantanplan

P.s.: Ich habe die Carbonstangen für den Mast/Baum bekommen, der Anbieter des Sets (Ruder, Kiel, Mast-/Kieltasche) aus Ungarn meldet sich trotz Internet-Bestellung und zahlreichen Mails nicht.... Mein Budget ist schon ziemlich am Limit. Nächstes Mal mach ich Euch eine Aufstellung, wieviel man als Einsteiger ins RC-Sailing investieren muss..
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Letzte Änderung: 30 Jul 2020 09:11 von Rantanplan.
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03 Aug 2020 02:06 - 03 Aug 2020 02:27 #1997 von Rantanplan
Guten Morgen!

Es meldet sich wieder einmal Euer Pausenclown und Badewannen-Hobby-Kapitän... Gestern fiel es mir wie Schuppem von den Haaren! Gallimimus half mir mit vielen Tipps und hat immer wieder auf seine Baubeschreibung im Forum verwiesen. Leider entdeckte ich erst gestern, dass er 2 Beschreibungen im Forum stehen hat (Goth XP/Goth RG). Hätte ich das früher gemerkt, hätte ich viele Probleme lösen können und (zum Teil ;-) ) weniger doofe Fragen gestellt!! Sorry!

Einige werden sich denken: schrotte das Teil, so kann das eh nichts werden...

Und doch, auch wenn es sicher noch viel zu lernen und zu verbessern gibt, ich habe Freude mit dem, was entsteht:





Nach 1 Monat und ca. 40-60 Arbeitsstunden (inkl. Recherche).... Die MM wäre jetzt wohl schon auf dem Wasser? ;-) Die Hoffnung bleibt, dass ich mit der Goth nicht nur erste Erfahrungen in der Werkstatt machen kann, sondern dass sie irgendwann auch auf dem Wasser einsetzbar ist! Realistisch?

Der Rumpf ist auf den Bildern grob geschliffen. Er hat einige Ungenauigkeiten und wird wohl nie als Musterbeispiel dienen, aber das ist mir im Moment auch nicht wichtig. Ich denke, ich muss jetzt aufpasssen! Schnell ist an einer Stelle zu viel weggeschliffen und wenn ich eins beim Schleifen gelernt habe: lieber zu wenig als zu viel (Mallen, Planken...)!

Ich könnte jetzt mit einem Riesenaufwand Negativ-Spanten zur Kontrolle der Genauigkeit machen? Allerdings befürchte ich, dass ich dann mit diesen Vorraussetzungen nie auf einen grünen Zweig komme. Daher ist mein Plan mich ziemlich schnell zufrieden zu geben und mit GFK zu laminieren.

Liebe Grüsse
Euer Rantanplan
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Letzte Änderung: 03 Aug 2020 02:27 von Rantanplan.
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04 Aug 2020 06:17 - 04 Aug 2020 06:28 #1998 von Rantanplan
Vor 4 Wochen habe ich mein Projekt eine RG 65 Goth XP zu bauen begonnen. Damals hatte ich weder Segel- noch Modellbootsbaukenntnisse.

Unter diesen Vorraussetzungen war es eine grosse Hürde überhaupt die Herausforderung anzunehmen!

Ich spielte mit dem Gedanken eine Micromagic oder ein RTR-Set zu kaufen. Aber mich faszinierte der Gedanke zu sehr, dass es möglich ist ein komplettes RC-Segelschiff selbst zu bauen.

Vielleicht geht es anderen Forum-Nutzerinnen und Nutzern gleich?

Nun, nach 4 Wochen sind meine Kenntnisse immer noch sehr bescheiden, ;-) aber ich habe doch einiges gelernt und bin immer noch zuversichtlich.

Budget

Das Budget spielte für mich von Anfang an eine Rolle! Kaum auszudenken, was möglich wäre, wenn man nicht aufs Geld schauen muss! :-)

Das Holz ist eigentlich sehr billig. Steuerruder, Kiel und Bombe könnte man auch selber machen. Der Aufwand ist aber sehr gross! Ich habe mich entschieden zumindest beim ersten Boot ein Set für EUR 93.- aus Ungarn zu kaufen indem auch eine Mast-, Kieltasche drin ist. Leider gibt es Probleme mit dem Händler, auf die Bestellung im Online-Shop bekam ich zwar eine Bestellbestätigung, jedoch habe ich keine Antworten auf E-Mails bekommen. Es gibt auch andere Anbieter, jdoch auch in einer anderen Preisklasse.. ;-) Ich hoffe, dass ich bald eine Lösung finde. es wäre ärgerlich, wenn ich nach dem Laminieren auf die Kiel-,Masttasche warten müsste...

Zudem habe ich für knapp Sfr. 100.- ein Epoxy-Set, einen Bootslack, Glasfaser und CFK-Rohre für 2 Rigs bekommen.

Und mittlerweile bin ich in Besitz der gesamten RC-Anlage. Ich weiss, das gehört nicht so in das Kapitel bauen. Für andere Einsteiger möchte ich aber kurz auflisten, was nötig ist und was ich dafür bezahlt habe:

Sender (inkl. Senderakku) Occasion Sfr. 95.-, Empfänger Neu Sfr. 48.-, 2 Servos, Segelservo Neu für Sfr. 21.- ersteigert.. ;-) und 1 Occasion Sfr. 15.-, Empfängerakku Neu Sfr. 17.-, Ladegerät Occasion Sfr. 40.-.

Wenn ich jetzt noch Sfr. 50.- für Segel und diverse Kleinteile dazurechne, komme ich auf ca. Sfr. 300.- für das Boot und nochmals Sfr. 200.- für die RC-Anlage. Ich habe ausser den Anhängen vieles grosszügig bestellt, sodass das Material wahrscheinlich fast für ein 2. Schiff reichen wird.

Nicht zu unterschätzen ist der Aufwand für (Spezial-)-Werkzeug und Kleinmaterial, aber das sind ja auch Investitionen für die Zukunft. ;-) da habe ich (bis jetzt) wahrscheinlich nochmal ca. SFr 100.- ausgegeben.

Das heisst also, dass man für ca. Sfr. 400.- (Sfr. 600.- inkl. RC-Anlage) und (ca. 100 Arbeitsstunden ;-) ) von der Badewanne ans Seeufer wechseln und stolzer Besitzer eines selbstgebauten Bootes werden kann! ;-)

Auch wenn eine MM wahrscheinlich billiger wäre, habe ich meine Entscheidung noch nicht bereut! Der Mehrwert eines selbst gebauten Bootes ist enorm!

Zum Bau:

Heute werde ich den Rumpf fertig schleifen und ich möchte spätestens morgen laminieren.

Dazu 2 Fragen:

Gallimimus empfiehlt die Glasfaser auf den trockenen Rumpf zu legen und dann mit Epoxi zu befeuchten. In anderen Bauanleitungen bin ich immer wieder darauf gestossen, dass die Leute zuerst Epoxi mit eine Rolle einmassieren und darauf dann die Glasfaser legen.
Ich denke, es geht ja darum den Rumpf mit möglichst wenig Gewicht dicht zu bekommen? Also, wenn der Rumpf so schon super beplankt ist, braucht es diese "zusätzliche" Epoxi-Schicht nicht. Da ich bei meinem Rumpf doch 3 Stellen habe bei denen ich gegen das Licht einen kleinen Spalt sehe, glaube ich es wär sicherer mit diesem Vorgehen?

Ich lasse ja meine erste und letzte Spante als Heckspiegel bzw. Bugfender-Aufklebefläche im Rumpf. Ziehe ich die Glasfaser schon mindestens über die Kante (sodass Übergang Planken zu Spante abgedichtet ist)? Bei den Bildern ist es nicht so gut zu erkennen, viele lassen die Glasfaser einfach gerade über das Heck/den Bug auslaufen. Oder wird diese "Naht" in einem 2. Schritt abgedichtet?

Ich bin sehr aufgeregt, denn in diesem Schritt kann ich viel falsch machen bzw. die Folgen von Fehler wären gravierend!

Ihr hört von mir!

Liebe Grüsse
Rantanplan
Letzte Änderung: 04 Aug 2020 06:28 von Rantanplan.

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